dm sagt Spendenaktion für kurdische Gemeinschaft ab

Wegen Gewaltandrohungen hat die Drogeriemarktkette eine Spendenaktion für eine kurdische Gemeinschaft abgesagt...

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Wegen zahlreichen Drohungen und Boykottaufrufen

dm sagt Spendenaktion für

kurdische Gemeinschaft ab

Wegen Gewaltandrohungen, Boykottaufrufen und Hass-Kommentaren hat die Drogeriemarktkette dm eine Spendenaktion für eine kurdische Gemeinschaft abgesagt.

Drogeriemarkt will keine Eskalation zulassen

„Wir haben wenig Verständnis dafür, dass soziale Hilfsaktionen Anlass sein sollen zur politischen Interessenvertretung oder gar zu verbaler oder physischer Gewaltausübung“, sagte der Geschäftsführer des Unternehmens, Erich Harsch, am Dienstag. Man wolle aber keine Eskalation zulassen. Es waren vor allem türkische Gruppierungen, die zu Gewalt aufgerufen hatten. „Um mögliche Ausschreitungen vor Ort zu vermeiden, mussten wir die Aktion absagen“, so ein Unternehmenssprecher.

So sollte die geplante Aktion aussehen

Geplant war, dass sich Rupert Neudeck (Mitbegründer von Cap Anamur/Deutsche Not-Ärzte e. V.) an eien Kasse der dm-Filiale in Troisdorf setzt. Alle Umsätze, die an diesem Tag an seiner Kasse gemacht werden, sollten laut ursprünglichem Plan als Spende an die Kurdische Gemeinschaft Rhein-Sieg/Bonn e.V. gehen. Der Verein sammeln Spenden für Menschen und Flüchtlinge aus dem Shingal-Gebirge (Irak). Im letzten Jahr gab es dort besonders heftige Gefechte zwischen ISIS-Kämpfern, kurdischen Peshmerga und jesidischen Milizen.

#dmunterstütztterror

Nationalistische Deutsch-Türken hatten eine massive Kampagne gegen die Spendenaktion gestartet. Unter dem Hashtag „#dmunterstütztterror“ rief man in den sozialen Netzwerken zum Boykott der Filialen auf. Der Vorwurf lautet entsprechend: Der Drogeriemarkt würde die als Terrororganisation eingestufte PKK (Kurdische Arbeiterpartei) unterstützen.

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