Die fiesen Tricks beim Online-Shopping

Eine neue Ausgabe der Serie „marktcheck“, befasste sich mit dem Online-Shopping. Es wurden Tricks der Anbieter aufgedeckt und dass sogenannte „Dynamic Pricing“unter die Lupe genommen...

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Youtube Marktcheck2, by rpr1admin

Bild: Youtube / Marktcheck

Dynamic Pricing
Wie Onlinehändler ihre Kunden täuschen

 

Am Dienstag den 20.10.2015 befasste sich eine neue Ausgabe der SWR-Serie „marktcheck“, mit dem Online-Shopping. Genauer gesagt ging es im Speziellen um Tricks der Anbieter und dass sogenannte „Dynamic Pricing“, was so viel bedeutet wie dynamische Preisgestaltung.

Was vielen ein unbekannter Begriff ist, nutzen Amazon, Neckermann und Co. für ihre Preispolitik. Mittags billiger als Abends zur Primetime, unter der Woche günstigere Preise als am Wochenende und Stammkunden bezahlen mehr als Schnäppchenjäger. Aber nicht nur das, auch kommt es laut „marktcheck“ darauf an, von welchem Gerät auf die Webseite zugegriffen wird. iPhone Besitzer zahlen mehr als andere und bestellt man statt vom Computer, am Tablet, muss man auch hier tiefer in die Tasche greifen.
Diese Gerüchte halten sich schon länger, auch bei Fluggesellschaften sollen Apple Nutzer mehr bezahlen müssen als andere. Bestätigt wurde dies nie.

Nun aber wurden im „marktcheck“ Stichproben genommen und diese weißen tatsächlich  Differenzen auf. So liegt der Preiß einer Bauknecht Waschmaschine über den PC abgerufen bei rund 427€, dass iPad jedoch zeigt einen Betrag von 439€. Amazon möchte sich nach Anfragen des SWRs nicht weiter zu ihrer Preisgestaltung veröffentlichen.

 

innerhalb 36 Stunden bis 1000€ Preisunterschied

Deutlich größere Unterschiede ergaben sich bei einer Studie, in der Mitarbeiter des Dienstleisters Minderest, Preisschwankungen über 36 Stunden bei Amazon beobachteten. Bei einer Spiegelreflexkamera der Marke Nikon, stellten die Mitarbeiter eine Differenz von fast 1000€ innerhalb der 3 Tage fest. Das Angebot schwankte zwischen rund 1690€ und 700€.

Stammkunden sind weniger Wert als Neukunden

Aber es hängt nicht nur von der Tageszeit ab warnen Marketingexperten, auch werden Stammkunden gegenüber Neukunden benachteiligt. Denn ist ein Verbraucher bereits bei einem Onlinehändler Registriert, geht man von einem höheren Interesse aus als bei einem Schnäppchenjäger, der auf der Suche nach dem besten Preis ist. Preisvergleicher sparen allgemein mehr, ein Angebot von Kontaktlinsenbei Lensbest liegt bei 29,99€, sucht man bei Google gezielt nach diesem Modell gelangt man durch einen Werbebanner auf dieselbe Seite zahlt aber 10€ weniger.

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Bild: Youtube / Marktcheck

Doch die Onlineshops sind im Recht, ihre Preispolitik ist nicht verboten und wird von den Unternehmen mit dem Wettbewerbsrecht und der Marktentwicklung gerechtfertigt.

>>Hier geht’s zum Video<<

(„marktcheck“ 20.10.2015, SWR)

Fühlt man sich als Konsument getäuscht und ausgetrickst, bleiben einem nur zwei Möglichkeiten, entweder Zeit investieren und Preisevergleichen oder einfach auf den stationären Handel zurückgreifen und die nächste Shoppingtour in allen Zügen genießen.

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