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Badespaß endet kritisch

Aus Lust und Tollerei widersetzen sich diese Jugendlichen den Warnungen der Rettungsschwimmer, wenig später müssen sie gerettet werden

Beach Shutterstock 480
Beach Shutterstock 480, by rpr1admin

Bild: Shutterstock.com

In Panik schlucken die Jugendlichen Wasser und erleiden Atemnot

Großeinsatz am Strand von Usedom


Jugendlicher Wahn? Übertriebene Coolness? Oder Dummheit?
Weil die zehn Jugendlichen nicht auf die Rettungsschwimmer hören wollten, sprangen sie in die Ostsee vor Usedom – obwohl dort ein Badeverbot ausgesprochen war.

Die jungen Männer und Frauen widersetzten sich aus Lust und Tollerei dem Badeverbot und den warnenden Worten der Rettungsschwimmer. Sie wollten in der Ostsee schwimmen und niemand würde sie daran hindern. Dann nahm der lustige Badespaß jedoch eine tragische Wende.

Die zehn jungen Frauen und Männer wollten Spaß haben. Gemeinsam schwimmen in der Ostsee erscheint hierfür doch perfekt. Das Problem, an der Küste von Usedom wehten starke Winde, brachen hohe Wellen und eine gefährliche Unterströmung war in der Ostsee entstanden. Die Folge: das Badeverbot.

"Unsere Rettungsschwimmer haben die Gruppe vorher sogar extra noch ermahnt, nicht ins Wasser zu gehen"

Paul Leidig, der Leiter des Rettungsdienstes des Roten Kreuzes in Ostvorpommern war gestern auch vor Ort gewesen und hatte das Spektakel miterlebt. Er berichtet, dass sich die Jugendlichen ganz bewusst über das Verbot und die mahnenden Worte der Rettungsschwimmer hinweggesetzt hatten.

Es kommt, wie kommen musste

Auf  hoher See, hatten die Jugendlichen zunächst ihren erhofften Spaß. Allerdings kippte die Stimmung schnell, als sie nach ihrer erfrischenden Abkühlung zurück an den Strand schwimmen wollten und in Not geraten. Aufmerksame Strandbesucher bemerkten die Notlage der jungen Menschen und informierten über eine Notrufsäule die Wasserwacht.

Jetzt hatten Paul Leidig mit seinen Rettungsschwimmern sowie viele weitere Rettungsdienste ihren Einsatz. Die gesamte Rettungskette wurde in Gang gesetzt und alle verfügbaren Kräfte wurden an den Strand beordert. Die Rettungsschwimmer eilten den Jugendlichen zur Hilfe. Währenddessen trafen mehrere Rettungswagen, zwei Hubschrauber, Sanitäter und auch polnische Rettungskräfte am Strand ein.

Unterschätzte Gefahr

Die Jugendlichen waren im Wasser in Panik geraten und hatten dabei Mengen an Wasser geschluckt. Dies führte bei den meisten zur akuten Atemnot. Zwar konnte die gesamte Gruppe gerettet werden, trotzdem mussten drei der abenteuerlustigen Badegäste in ein Krankenhaus gebracht werden. Die sieben weiteren Ostseeschwimmer wurden ambulant am Strand versorgt.

Traurig ist jedoch, dass sich viele Personen, unter anderem auch Familien mit Kindern über die Warnungen der Rettungsschwimmer hinwegsetzen und so ihr eigenes, auch das Leben anderer in große Gefahr bringen.

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