Arbeitslosigkeit ist "vererbbar"

Wenn der Vater keinen Job hat, dann kann aus dem Sohn nichts werden? Laut einer Studie des IWH stimmt dieses Vorurteil – zumindest teilweise.

Arbeitslosigkeit

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Wie der Vater so der Sohn
Arbeitslosigkeit ist laut neuer Studie „vererbbar“

 

Wenn der Vater keinen Job hat, dann kann aus dem Sohn nichts werden? Laut einer am Montag veröffentlichten Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) stimmt dieses Vorurteil – zumindest teilweise.

Was das Institut herausgefunden hat, kann etwas entmutigend wirken: Gute Bildungsangebote und außerschulische Förderung sind für Jugendliche aus Hartz-IV-Familien offenbar kein Garant dafür, dass sie selbst später einmal einen guten Job finden. Besonders die Kinder von Vätern mit Realschulabschluss seien zwischen 17 und 24 oft selbst arbeitslos.

In Westdeutschland ist die "Vererbung" stärker ausgeprägt als im Osten

Bei Familien mit Migrationshintergrund sei das jedoch nicht so. Als Grund dafür sieht das IWH eine „größere soziale Mobilität“. In Westdeutschland ist die „vererbbte“ Arbeitslosigkeit stärker ausgeprägt als im Osten. Das liegt laut IWH vor allem daran, dass in Ostdeutschland allgemein mehr Menschen ohne Arbeit sind und sich somit nicht so sehr von der Durchschnittsbevölkerung abheben.

Der familiäre Hintergrund spielt eine große Rolle

Schlussfolgernd kommt die IWH zum Ergebnis, dass der familiäre Background eine sehr tragende Rolle bei den beruflichen Erfolgschancen der jungen Erwachsenen besitzt und Institutionen, wie beispielsweise die Schule, diese nicht genügend abfedern.

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